Veröffentlicht am: 25. Juni 2026
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Aus dem Antigravity MCP Store installierbar, verschafft GitLab Orbit Agenten strukturierten Zugriff auf Projekte, Pipelines und Merge Requests in GitLab.

In Google Antigravity, Googles agentenorientierter Entwicklungsplattform, lässt sich der Lifecycle-Kontextgraph GitLab Orbit jetzt direkt aus dem Antigravity MCP Store installieren. Agenten erhalten damit strukturierten Zugriff auf Projekte, Pipelines, Merge Requests, Schwachstellen und Quellcode in der gesamten GitLab-Instanz.
Die Orbit-Integration ergänzt eine Reihe speziell entwickelter GitLab-Integrationen, die bereits im Google-Cloud-Ökosystem verfügbar sind, und bringt GitLabs Kontextschicht in Googles agentenorientierte Entwicklungsplattform.
Ohne GitLab Orbit sehen Antigravity-Agenten zwar die Dateien und erreichen das Terminal. Das größere System verstehen sie jedoch nicht: welche Services vom geänderten Code abhängen, ob ähnliche Schwachstellen an anderer Stelle bereits gemeldet wurden oder wer vergleichbare Änderungen in der Vergangenheit geprüft hat. Dieser Kontext liegt in der DevSecOps-Plattform. Ihn an einen Coding-Agenten zu übermitteln, erforderte bislang eigene Skripte oder das Kopieren zwischen Tools.
GitLab Orbit indiziert die GitLab-Instanz und baut einen Knowledge Graph aus den Beziehungen zwischen Groups, Projekten, Nutzenden, Work Items, Merge Requests, Pipelines, Schwachstellen und Quellcode auf. Diesen Graphen stellt Orbit über zwei MCP-Tools bereit: query_graph führt strukturierte Abfragen aus, und get_graph_schema liefert die verfügbaren Knotentypen, Eigenschaften und Beziehungen.
Mit dieser Integration arbeitet ein Antigravity-Agent auf Basis dieses Kontexts präziser, und auch komplexe Fragen zum Software-Lebenszyklus lassen sich beantworten:
Der Agent formuliert die Abfrage in der JSON-DSL von GitLab Orbit und erhält typisierte Ergebnisse zurück, statt dass zwischen Browser-Tabs gewechselt und Kontext in die Coding-Plattform kopiert werden muss.
In frühen internen Tests reagierten mit GitLab Orbit fundierte Agenten bis zu 11-mal schneller, verbrauchten bis zu 4,5-mal weniger Tokens und erzeugten bis zu 45-mal weniger Halluzinationen.
Aus dem Zusammenspiel von GitLab Orbit und Antigravity ergeben sich mehrere zentrale Anwendungsszenarien.
Vor dem Refactoring einer gemeinsam genutzten Auth-Bibliothek lässt sich ein mit GitLab Orbit verbundener Antigravity-Agent fragen: Was hängt von diesem Modul ab? Welche offenen Merge Requests berühren diese Dateien? Und wem gehören sie? Der Agent fragt den Knowledge Graph ab und liefert alle drei Antworten auf einmal: die importierenden Stellen, jeden laufenden Merge Request gegen diese Dateien und deren Verantwortliche. So zeigt sich schon vor der ersten Codezeile, mit welcher offenen Arbeit das Refactoring kollidiert und wer einzubeziehen ist. Ohne Orbit sieht derselbe Agent nur die offenen Dateien und das Terminal und kann die importierenden Stellen, Merge Requests und Verantwortlichen, die in GitLab liegen, nicht abfragen.

Beim Wiedereinstieg in einen unbekannten Service liefert der Agent auf Anfrage dessen Abhängigkeiten, die Einstiegsdateien und die Merge Requests, die in dieser Woche dagegen geöffnet wurden. Dazu führt er die Abfragen gegen den Knowledge Graph aus und erzeugt ein Walkthrough Artifact: eine übersichtliche Karte, die erhalten bleibt, statt einer Chat-Antwort, die im Verlauf verschwindet. Orbit indiziert innerhalb von Minuten nach einer Änderung neu, sodass die Karte den Service so abbildet, wie er heute ist, und nicht den veralteten Wiki-Stand, auf den sich Onboarding sonst stützt.

Ein Tech Lead fragt GitLab Orbit nach der Service-Abhängigkeitsstruktur einer Group und lässt den Agenten sie mit Nano Banana Pro, Googles Gemini-Bildmodell, als Architekturdiagramm rendern. Dessen Knoten und Kanten stammen aus dem aktuellen Graphen und nicht aus einem bereits veralteten Diagramm. Für einen enger gefassten Blick, etwa nur die Services mit offenen Sicherheitsbefunden, genügen eine erneute Abfrage und ein neu generiertes Diagramm. Jede Abfrage ist auf das gefiltert, worauf der Tech Lead Zugriff hat, sodass das Diagramm ohne Weiteres geteilt werden kann. Ein rein textbasierter Agent kann aus einer Graph-Abfrage kein Diagramm erzeugen, geschweige denn es aktuell halten. GitLab entwickelt dieselbe Funktion nativ als Software Architecture Map; in Antigravity funktioniert sie bereits heute.

Der MCP Store von Antigravity ist ein integrierter Hub in den Einstellungen. Er nutzt das Model Context Protocol, um Agenten auf standardisierte Weise mit externen Tools und Diensten zu verbinden.
In den Einstellungen das Panel des MCP Store öffnen. Im Tab "Customization" den Bereich MCP suchen, auf "Add MCP" klicken und GitLab Orbit hinzufügen. Anschließend die Authentifizierung bei GitLab über die Eingabeaufforderungen am Bildschirm durchführen. Nach der Installation stehen die Orbit-Tools den Agenten automatisch zur Verfügung. Konfigurationsdateien oder ein Terminal-Setup sind nicht erforderlich.
GitLab Orbit ist dieselbe Engine, die auch Duo Agent Platform mit Kontext versorgt. Für Platform-Engineering-Teams, die große GitLab-Instanzen verwalten, greifen Agenten in Antigravity auf denselben kontrollierten Knowledge Graph zu wie Agenten in GitLab, ohne dass eine separate Kontext-Pipeline zu konfigurieren und zu pflegen wäre.
Orbit indiziert Code in Ruby, Java, Kotlin, Python, TypeScript, JavaScript, Rust und C# aus dem Default-Branch und indiziert ihn innerhalb von Minuten nach einer Änderung neu. Abfragen über MCP verbrauchen GitLab Credits; Aufrufe von get_graph_schema sind kostenlos.
GitLab Orbit steht für die Tarife GitLab Premium und Ultimate auf GitLab.com zur Verfügung. Zum Ausprobieren Orbit für die Top-Level-Group aktivieren und anschließend die GitLab-Orbit-Integration aus dem Antigravity MCP Store installieren.
Wer GitLab Duo Agent Platform noch nicht nutzt, startet mit einer kostenlosen Testversion.
Im Free-Tarif von GitLab führt die Anmeldung zur Duo Agent Platform über diese Schritte.
Mit einem Abonnement für GitLab Premium oder Ultimate lässt sich die Duo Agent Platform aktivieren, und die im Abonnement enthaltenen GitLab Credits lassen sich nutzen.
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