Veröffentlicht am: 17. November 2025
7 Minuten Lesezeit
Wie messe ich den Wert von KI-Integration im Unternehmen? Ein neues Business-Value-Framework aus Sicht der DevSecOps.

Künstliche Intelligenz (KI) bietet große Chancen für eine effiziente Softwareentwicklung. Um das volle Potenzial im Unternehmen zu nutzen, müssen jedoch einige operative Herausforderungen gemeistert werden.
Zwei der größten Herausforderungen sind die flächendeckende Integration von KI-Lösungen im gesamten Software Development Life Cycle (SDLC) und die Messung der Auswirkungen einer KI-Implementierung.
In diesem Beitrag zeige ich, welche operativen Herausforderungen im Alltag von Entwickler(inne)n existieren, wie ein Business-Value-Framework im KI-Zeitalter aussehen kann und wie du mit einem Workflow alle Bestandteile des SDLC vereinst.
KI ist heutzutage für viele Unternehmen ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie und birgt enormes Potenzial. Die Technologie hat sich aus dem Experimentierstatus verabschiedet und wird langfristige Auswirkungen auf die Softwareentwicklung haben.
Eine Umfrage unter C-Level-Führungskräfte in Deutschland ergab, dass 91 % der Befragten der Auffassung sind, dass systematische KI-Implementierung im Unternehmen langfristig höhere Erträge bringt als der Einsatz für kurzfristige, taktische Problemlösungen.
Die positive Grundstimmung in den Führungsetagen zeigt sich auch bei der Implementierung von KI im Unternehmen. Die Strategien zur Adoption KI-gestützter Prozesse reichen von gezielten Implementierungen über eine vollständige Integration in alle Arbeitsabläufe bis hin zur Etablierung KI-getriebener Innovationen als Kernstück des Geschäfts. Lediglich zehn Prozent der befragten Führungskräfte sehen KI noch immer im Experimentierstatus für das eigene Unternehmen.
Agentische KI wird nach Aussagen der befragten Führungskräfte der GitLab C-Suite Insights in drei Jahren der Industriestandard in der Softwareentwicklung sein. Bevor KI-Agenten jedoch flächendeckend im Unternehmen eingesetzt werden können, sind zahlreiche Maßnahmen notwendig, damit der gesamte SDLC davon profitieren kann.
Zwischen strategischem Optimismus und gelebtem Alltag liegt eine deutliche Diskrepanz. Während Führungskräfte hohe Erwartungen an KI haben, sieht die Realität in Entwicklerteams oft anders aus.
Trotz effektiver KI-Code-Agenten sieht der Unternehmensalltag im Gegensatz zur Stimmung der Führungskräfte oft anders aus. Das Potenzial der systematischen KI-Nutzung wird von operativen Herausforderungen gebremst, wodurch Effizienzsteigerungen nur schwer erzielt werden können. Laut unserer Umfrage und Zahlen von Gartner stehen Unternehmen vor zahlreichen Herausforderungen bei der Nutzung von KI-Agenten.
Damit ergibt sich ein klares Spannungsfeld: einerseits hohes Potenzial durch systematische KI-Nutzung, andererseits große operative Herausforderungen in Produktivität, Sicherheit und Tool-Landschaft.
Diese operativen Hürden führen zu einer weiteren, noch grundlegenderen Frage: Wie lässt sich der tatsächliche Nutzen von KI-Implementierungen überhaupt verlässlich messen?
Die Herausforderungen für Unternehmen beschränken sich nicht nur auf die Sicherstellung von Effizienzgewinnen im operativen Geschäft. Viele Mitarbeiter(innen) stehen zusätzlich unter Druck, messbare Ergebnisse zu liefern.
Die Messbarkeit ist jedoch eine der größten Herausforderungen. Der Erfolg von KI-Implementierung im SDLC wird häufig nur auf die Codeerstellung bzw. -entwicklung bezogen. Diese Betrachtung ist jedoch zu eng gefasst, denn KI-Adaption scheitert nicht an technischen Hürden, sondern an operativen Herausforderungen.
Traditionelle ROI-Frameworks zur Messung der Auswirkungen der KI-Implementierung im Unternehmen greifen oftmals zu kurz. Die größte Herausforderung besteht darin, den Nutzen der KI-Anwendungen im Entwicklungszyklus zu quantifizieren. Wenn Entwickler(innen) KI-Lösungen nutzen, ist es schwer zu bestimmen, welche Arbeiten selbst ausgeführt und welche Vorschläge der KI vorbehaltlos angenommen wurden.
Um den Nutzen der KI-Implementierung im Unternehmen messen zu können, ist ein neuer Ansatz notwendig. Genau hier setzt mein Value-Framework an. Es bietet eine strukturierte Methode, um den subjektiven Wert von KI-Initiativen messbar zu machen und operative Komplexität in greifbare Ergebnisse zu übersetzen.
Die korrekte Bewertung des Nutzens von KI-Projekten ist essenziell, um eine erfolgreiche Implementierung sicherzustellen. Dabei stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, den subjektiven Wert solcher Projekte messbar zu machen. Denn 97 % der Komplexität der systematischen KI-Nutzung ist operativer Natur – nicht technischer.
Dies verdeutlicht, dass der Nutzen von KI für Unternehmen weit über die Codeerstellung hinausgeht und traditionelle Frameworks mit starren Kennzahlen aus der Vergangenheit zu kurz greifen. Zur Bewertung des Nutzens von KI sollte sich jedes Unternehmen abhängig von den individuellen Zielen ein eigenes Value-Framework aufbauen und traditionelle Kennzahlen mit speziellen Metriken für das KI-Zeitalter ergänzen.
In unzähligen Gesprächen mit Top-Entscheider(innen) wurden immer wieder ähnliche Herausforderungen berichtet, die die KI-Integration erschwert haben. Auf dieser Basis habe ich ein Business-Value-Framework entwickelt, welches die Implementierung von KI im Unternehmen vereinfachen und zum Erfolg führen soll. Wie das gelingen kann, zeige ich im Folgenden.

Ein solches Value-Framework bleibt allerdings nur dann wirksam, wenn es praktisch umgesetzt werden kann – über alle Phasen des SDLC hinweg. Genau dafür braucht es integrierte Plattformen, die Transparenz schaffen und Silos auflösen. GitLab Duo ist ein Beispiel, wie dieser Ansatz in der Praxis realisiert werden kann.
Lediglich 5 % der KI-Projekte in Unternehmen führen zum Erfolg, denn viele Unternehmen scheitern an operativen Hürden. In der Praxis geht es darum, Silos aufzubrechen, Transparenz zu fördern und die Toolchain zu vereinfachen – für maximale Effizienz.
Dazu sollte ein einheitlicher Workflow etabliert werden, der KI-Lösungen über den gesamten SDLC zugänglich macht. GitLab Duo vereint Development, Security und Operations in einer workflow-basierten Architektur. Dies stellt den Einsatz von KI über den gesamten SDLC sicher – ohne Kontextwechsel oder ausufernde Toolchains.
Die Implementierung von KI im Unternehmen hat enormes Potenzial, scheitert aber oftmals an operativen Hürden und der schwierigen Messbarkeit. Die Messung des KI-Nutzens kann nicht auf klassische ROI-Frameworks reduziert werden. Stattdessen solltest du die gesamte SDLC im Blick behalten. Ein angepasstes Value-Framework hilft dir, Geschäftsprobleme klar zu definieren, passende Metriken auszuwählen und den Geschäftswert systematisch zu quantifizieren. Gleichzeitig solltest du sicherstellen, dass KI-Lösungen nahtlos in bestehende Workflows integriert sind und Silos aufgebrochen werden. So gelingt es dir, KI nicht nur experimentell einzusetzen, sondern langfristig echten Mehrwert für dein Unternehmen zu schaffen.
Du möchtest mehr über das Business-Value-Framework erfahren oder hast sonstige Fragen zur KI-Integration in deinem Unternehmen? Dann sprich jetzt mit unseren Expertinnen und Experten!
Dr. Siyka Andreeva ist Business Value Manager für EMEA bei GitLab. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in den Bereichen digitale Transformation, Cybersicherheit und KI-gesteuerte Abläufe berät sie Unternehmen bei der Transformation von Betriebsmodellen sowie der Einführung von KI und der Quantifizierung der Auswirkungen des technologischen Wandels.