Veröffentlicht am: 22. Januar 2026

5 Minuten Lesezeit

[Studie] Das Zeitalter der intelligenten Softwareentwicklung

Erfahre in dieser Studie von The Harris Poll und GitLab, wie künstliche Intelligenz die Softwareentwicklung schon heute grundlegend verändert.

In Zeiten, in denen Softwareentwicklung und KI zentrale Treiber wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit sind, stehen Unternehmen vor tiefgreifenden Veränderungen ihrer Arbeitsweisen. DevSecOps-Teams verbringen den Großteil ihrer Zeit mit Nebenaufgaben anstatt mit der reinen Entwicklung von Code. Gleichzeitig nimmt der Einsatz von KI über den gesamten Software-Development-Lifecycle (SDLC) rapide zu. KI-Tools gelten als Schlüssel zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung, auch wenn Sicherheits- und Compliance-Anforderungen weiterhin wesentliche Herausforderungen darstellen. Dieser Balanceakt zwischen Geschwindigkeit, Sicherheit und neuen Kompetenzen wird auch das Jahr 2026 prägen.

GitLab hat zusammen mit The Harris Poll 251 deutsche DevSecOps-Profis aus verschiedenen Branchen zur Rolle von Künstlicher Intelligenz im IT-Bereich befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie KI-Integration, Rollenveränderungen und neue Risiken die Arbeitswelt im DevSecOps-Umfeld in Deutschland prägen und welche Implikationen sich daraus für Unternehmen ergeben.

Den vollständigen Report zu KI im DevSecOps in Deutschland findest du hier.

GitLabs große und repräsentative KI-Studie aus dem Jahr 2026 mit speziellen Erkenntnissen aus Deutschland
Die wichtigsten Erkenntnisse unserer DevSecOps-Studie aus Deutschland, Stand 2026

Kennzahlen unserer Studie

Der aktuelle Stand von DevSecOps und Softwareentwicklung

  • DevSecOps-Profis verbringen dennoch nur einen kleinen Teil ihrer Arbeitszeit mit neuer Softwareentwicklung: Im Schnitt entfallen lediglich 16 % auf das Schreiben von neuem Code, während Meetings und administrative Aufgaben mit 18 % den größten Anteil ausmachen. Weitere relevante Zeitfresser sind Security-Arbeit (13 %), die Verbesserung bestehenden Codes (12 %), Tests und Qualitätssicherung (12 %) sowie Codeverständnis und -pflege mit jeweils 10 %.
  • Als wichtigsten Faktoren, die die Zusammenarbeit im SDLC einschränken, geben 32 % der Befragten organisatorische Silos und veraltete Dokumentationen an. Ein fehlender Wissensaustausch (30 %) und unklare/ineffiziente Prozesse bzw. Tool-Fragmentierung (jeweils 29 %) spielen ebenfalls eine große Rolle. Insgesamt gehen dadurch im Schnitt sieben Arbeitsstunden pro Woche verloren.
  • Trotz moderner Entwicklungsansätze ist kontinuierliches Deployment noch nicht flächendeckend etabliert: Nur 27 % der Unternehmen deployen täglich oder mehrmals täglich. Gleichzeitig zeigen sich im Bereich Compliance-Anforderungen große strukturelle Bremsen, die für Verzögerungen bei 13 % der Releases verantwortlich sind.

Der Einsatz von KI im Software Development Lifecycle

  • Künstliche Intelligenz ist bereits im Status quo der Softwareentwicklung angekommen. 68 % der Befragten verwenden KI bereits im Lebenszyklus der Softwareentwicklung, bei 17 % steht die Etablierung von KI im Jahr 2026 an.
  • Dabei kommt KI derzeit bei 63 % der Befragten in der Dokumentation zum Einsatz. Aber auch für Tests (62 %) und die Programmierung selbst (60 %) wird sie bereits genutzt.
  • 76 % der Befragten stimmen zu, dass die Integration von KI in den SDLC ihres Unternehmens schneller voranschreitet als zunächst angenommen.
  • 98 % der DevSecOps-Profis berichten dabei, dass ihnen KI-Tools bereits Effizienzgewinne gebracht haben. Die größten Effekte entstehen durch die Automatisierung repetitiver Aufgaben (41 %), Unterstützung bei Tests und Qualitätssicherung (39 %), beim Erkennen von Bugs (38 %) sowie beim Erstellen von Code (36 %).
  • Im Durchschnitt arbeiten die Befragten der Studie an einem Codebestand, der zu 32 % KI-generiert ist. 38 % des Codes werden noch immer von Grund auf neu geschrieben, während 30 % aus bestehenden externen Quellen wie Foren oder Suchergebnissen (ohne KI) kopiert werden.

Sicherheit, Compliance und Risiken im Zeitalter von KI

  • In deutschen Unternehmen tragen vor allem Sicherheitsingenieur(innen) (38 %) und IT-Betriebsteams (33 %) die Hauptverantwortung für Application Security. Platform Engineers werden von 12 %, Entwickler(innen) selbst nur von 10 % der Befragten genannt.
  • Zu den größten Sorgen im Zusammenhang mit KI- und agentischen Systemen zählen Security-Risiken (40 %), Qualitätskontrollen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (38 %), aber auch Datenschutz- und Datensicherheitsfragen (33 %).
  • In Compliance-Aktivitäten investieren DevSecOps-Teams derzeit im Durchschnitt elf Stunden pro Monat und weitere zehn Stunden in die Behebung von Sicherheitsproblemen nach dem Release. Im Schnitt sind die Teams an acht Compliance-Audits pro Jahr beteiligt.
  • Mit 76 % wird aktuell noch ein Großteil der Compliance-Anforderungen in der Softwareentwicklung manuell umgesetzt – 77 % erwarten aber, dass sich bis 2027 „Compliance as Code“ etabliert, bei dem Vorgaben automatisiert im Entwicklungsprozess verankert sind.

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Der Blick nach vorn: DevSecOps, KI und Arbeit ab 2026

  • DevSecOps-Profis stehen künstlicher Intelligenz trotz bewusster Risiken positiv gegenüber: 78 % der Befragten geben an, sich grundsätzlich zuversichtlich in Bezug auf den Ansatz ihres Unternehmens zur Anwendungssicherheit zu fühlen. Der gleiche Anteil meint allerdings auch, dass agentische KI „beispiellose Sicherheitsherausforderungen“ mit sich bringt.
  • Zudem vertrauen DevSecOps-Teams darauf, dass KI etwa ein Drittel der täglichen Aufgaben ohne menschliche Überprüfung übernehmen kann. Am häufigsten gaben Befragte dafür Tätigkeiten wie die Dokumentation (53 %), das Schreiben von Tests (51 %) und Code-Reviews (49 %) an.
  • Als Tätigkeiten, die dauerhaft in Menschenhand bleiben werden, gelten hingegen vorrangig Zusammenarbeit (43 %), Innovation (42 %) und strategisches Denken sowie Kommunikation (37 %). Daran anknüpfend erwarten 80 % der DevSecOps-Profis, dass KI ihre Rolle in den kommenden fünf Jahren erheblich verändern wird.

KI wird zum festen Bestandteil moderner Softwareentwicklung

Der Report macht deutlich, dass künstliche Intelligenz die Softwareentwicklung bereits heute messbar verändert und im DevSecOps-Alltag eingebunden ist. Unternehmen nutzen KI, um Effizienzverluste auszugleichen und Entwicklungsprozesse zu beschleunigen – gleichzeitig stoßen sie jedoch zunehmend auf neue Anforderungen in den Bereichen Sicherheit, Compliance und Governance.

Der Erfolg von KI ist dabei weniger von einzelnen Tools als von ihrer strategischen Einbettung abhängig. Rollen verschieben sich, menschliche Kontrolle bleibt in vielen Belangen aber zentral, und Platform Engineering entwickelt sich zur Voraussetzung für skalierbare KI-Nutzung.

Langfristig entscheidet also nicht der Einsatz von KI an sich über Wettbewerbsfähigkeit – denn sie ist längst etabliert. Vielmehr wird die Fähigkeit richtungsweisend, künstliche Intelligenz strukturiert und verantwortungsvoll in das eigene Unternehmen zu integrieren.

Lade den vollständigen Report zu KI im DevSecOps in Deutschland jetzt herunter.

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