Veröffentlicht am: 7. Mai 2026
3 Minuten Lesezeit
Tokens, die nur die Berechtigungen tragen, die sie benötigen – und nichts weiter. Jetzt das Beta-Programm kennenlernen.

Personal Access Tokens (PATs) authentifizieren den Großteil der Automatisierung,
die in GitLab läuft. Wenn ein Token mit einem breiten Scope wie api oder
read_api ausgestellt wird, erstreckt sich der Zugriff auf viele Projekte und
Groups. Fine-Grained Permissions für PATs, jetzt in der Beta, ermöglichen es,
einen Token auf genau die Berechtigungen zu beschränken, die eine Aufgabe
erfordert – beispielsweise Lesezugriff auf den Code eines einzelnen Projekts,
statt Lesezugriff auf alle Projekte, die ein Nutzer erreichen kann.
Ein Maintainer in 20 Projekten könnte einen einzigen Token tragen, der Quellcode lesen, Pipelines ändern, aus der Container Registry pullen und CI/CD-Variablen über all diese Projekte hinweg entschlüsseln kann. Der Token ist auf den Nutzenden zugeschnitten, nicht auf eine bestimmte Aufgabe – ein Leak legt damit jeden Zugriff offen, den der Nutzende hat.
Fine-Grained PATs stellen sicher, dass der Scope der Aufgabe folgt: Ein Nur-Lese-Token, der für ein Projekt ausgestellt wurde, ist ausschließlich für dieses Projekt schreibgeschützt. Bei einem Leak beginnt und endet die Untersuchung und Behebung dort. Fine-Grained PATs ergänzen bestehende Schutzmaßnahmen wie Laufzeitbegrenzungen und automatischen Widerruf, die einschränken, wie lange ein Angreifer einen gestohlenen Token missbrauchen kann.
Ein Fine-Grained PAT lässt sich entlang zweier Dimensionen definieren:
Statt eines einzigen PATs, der alles kann, was der Nutzende kann, wird ein PAT
pro Aufgabe ausgestellt, der genau den Berechtigungssatz dieser Aufgabe trägt.
Eine Pipeline, die Container-Images pusht, erhält keinen api-gescopten Token,
sondern einen Token, der auf die Container Registry eines einzelnen Projekts
beschränkt ist – mit Create und Read und nichts weiter. Wenn dieser Token
geleakt wird, beschränkt sich der Auswirkungsbereich auf eine Registry in einem
Projekt, nicht auf den gesamten Zugriffsfußabdruck.
Den Scope eines Fine-Grained PAT definieren: Gruppen oder Projekte auswählen und ressourcenspezifische Berechtigungen vergeben.
Die Token-Tabelle wurde aktualisiert, um Prüfbarkeit auf einen Blick zu ermöglichen. Jeder erstellte Token – grob oder feingranular – zeigt die genauen Scopes und ressourcenspezifischen Berechtigungen, sodass übermäßig privilegierte Tokens bei Reviews leichter erkannt werden.
Fine-Grained PATs werden für Produktions-Workloads bis zur allgemeinen Verfügbarkeit nicht empfohlen. Derzeit decken sie rund 75 % der REST-API-Endpunkte ab. In den kommenden Monaten wird die Unterstützung für die verbleibenden REST-Endpunkte ausgebaut und die GraphQL-Abdeckung erweitert.
Bestehende PATs funktionieren weiterhin wie gehabt. Während der Beta lassen sich traditionelle und Fine-Grained PATs parallel erstellen, um das neue Modell zu evaluieren.
So wird ein Fine-Grained Personal Access Token erstellt:
Für administrative Kontrollen und die vollständige Liste unterstützter Ressourcen und Berechtigungen steht die Dokumentation zu Fine-Grained Personal Access Tokens zur Verfügung.
Feedback dazu, wie Fine-Grained Permissions für PATs in der eigenen Umgebung funktionieren und was noch fehlt, um Least-Privilege-Token-Muster vollständig zu übernehmen, ist willkommen. Rückmeldungen bitte in diesem Roadmap-Epic teilen – sie helfen dabei, die nächsten Iterationen zu gestalten.
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