Veröffentlicht am: 24. September 2026
4 Minuten Lesezeit
Welche Schritte führen zu einer funktionierenden Git-Umgebung unter Windows? Hier geht es um Installation, Funktionsweise und die ersten Befehle mit Git Bash.

Mit Git verwalten Entwicklungsteams die Versionen ihres Codes und arbeiten gemeinsam daran. In Windows-Umgebungen ist dafür häufig Git Bash im Einsatz: ein Bash-Terminal-Emulator, der eine für Windows angepasste Version von Git mitbringt.
Git Bash wird mit Git for Windows installiert und stellt unter Windows eine Bash-Kommandozeile bereit, in der sich das Versionskontrollsystem Git direkt nutzen lässt.
Bash steht für Bourne Again Shell. Eine Shell ist die Kommandozeilenumgebung eines Betriebssystems, also das Programm, das eingegebene Befehle entgegennimmt und ausführt. Bash ist eine Weiterentwicklung der Bourne Shell (sh), der Kommandozeile für UNIX, die Stephen Bourne Ende der 1970er-Jahre bei Bell Labs entwickelte.
Auf den meisten Linux-Distributionen ist Bash die Standard-Shell. Auf macOS war sie es bis 2019, bevor Apple auf zsh umstellte. Git Bash bringt diese Umgebung auf Windows, sodass sich dort Bash-Befehle und Git-Befehle wie gewohnt ausführen lassen.
Git Bash ist Teil von Git for Windows. Auf der offiziellen Website von Git for Windows über Download das vollständige Installationspaket herunterladen und anschließend die .exe-Datei ausführen.
Die Installation umfasst wenige Schritte. Je nach Version kann die Reihenfolge der Dialoge leicht abweichen:
Drei Befehle genügen, um sich in Git Bash zu orientieren.
pwd (Print Working Directory) zeigt den absoluten Pfad des aktuellen Ordners an.
Gut zu wissen: Nach dem Öffnen von Git Bash befindet sich die Sitzung in einem Ordner auf dem Rechner, in der Regel im eigenen Benutzerordner.
ls listet die Dateien im aktuellen Ordner auf. Optionen werden mit einem Bindestrich angehängt: ls -l zeigt zu jeder Datei zusätzliche Angaben wie Größe, Änderungsdatum und Berechtigungen.
cd (Change Directory) wechselt in ein anderes Verzeichnis. Hinter cd steht dabei ein relativer oder ein absoluter Pfad. Der relative Pfad geht vom aktuellen Verzeichnis aus, der absolute vom Stammverzeichnis. Mit cd .. geht es eine Ebene nach oben.
Git Bash arbeitet mit GitLab wie mit jeder anderen Plattform zur Quellcodeverwaltung zusammen. Um Änderungen an GitLab zu übertragen und von dort abzurufen, wird zunächst das entfernte GitLab-Repository hinterlegt: git remote add origin <repository_url>.
Bei privaten Projekten fragt Git Bash nach Benutzername und Passwort. Ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert, tritt an die Stelle des Passworts ein Personal Access Token. Bei Problemen mit der Anmeldung helfen die Berechtigungseinstellungen in GitLab weiter.
Anschließend stehen die grundlegenden Git-Befehle zur Verfügung, darunter git clone, git commit, git push, git branch und git checkout. Eine kompakte Übersicht bietet das Git Cheat Sheet von GitLab.
Ja. Git Bash lässt sich mit GitLab genauso nutzen wie mit anderen Plattformen zur Quellcodeverwaltung. Bei der Ersteinrichtung wird GitLab als entferntes Repository hinterlegt und die Authentifizierung eingerichtet.
Git Bash stellt unter Windows eine Kommandozeile bereit, in der sich Git- und Bash-Befehle ausführen lassen, ohne auf Linux oder macOS ausweichen zu müssen.
Mit einer Shell lassen sich wiederkehrende Aufgaben per Skript automatisieren, der Rechner direkt über Befehle steuern und Systemfunktionen ohne Umweg über eine grafische Oberfläche nutzen.
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