Veröffentlicht am: 17. September 2026

6 Minuten Lesezeit

GitLab Duo CLI: vom Ziel zum fertigen Ergebnis

Das gewünschte Ergebnis beschreiben – GitLab Duo CLI übernimmt die Arbeit. Die Kontrolle bleibt in der eigenen Hand.

Komplexe Aufgaben stoßen am Ende jeder Chat-Runde an eine Wand. Entwickler(innen) wissen bereits, was sie erreichen wollen. Was die Arbeit ausbremst, ist das Hin und Her der Übergabe zwischen jedem einzelnen Schritt. Ohne vorab definierte Erfolgskriterien hält der Agent an und wartet auf weitere Anweisungen oder Klärung, sodass am Ende jemand den Agenten Schritt für Schritt neu anstößt und praktisch selbst zu dessen Weiter-Taste wird, bis die Aufgabe erledigt ist.

Je nach Team bedeutet diese Übergabe wenige Minuten Hin und Her, oder die Anfrage bleibt liegen, bis jemand Zeit findet, sich erneut damit zu befassen. Ein solches Hin und Her lässt sich für kleine, klar abgegrenzte Anfragen noch bewältigen, scheitert aber an der Art offener Arbeit, mit der Entwickler(innen) tatsächlich einen Großteil ihrer Zeit verbringen: fehlgeschlagene Tests reparieren, einen Build durch die Checks bringen oder Lint-Fehler in einem ganzen Modul beheben.

Mit GitLab 19.4 bringt GitLab Duo CLI den Slash-Befehl /goal mit: ein geregelter, zielgetriebener Flow, der genau diese offene Arbeit direkt übernimmt, lokal läuft und die Kontrolle in der eigenen Hand lässt.

GitLab Transcend ist im Oktober zurück

Coding-Agenten beschleunigen die Entwicklung, doch Reviews, Sicherheitsrichtlinien und Release-Zyklen müssen mithalten können. Das Transcend-Event am 6. Oktober zeigt, wie GitLab Teams dabei hilft, diese Lücke zu schließen, und beleuchtet, was nötig ist, um das Tempo agentischer KI über den gesamten Software-Lebenszyklus hinweg mitzugehen.

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Warum Turn-by-Turn-Chat immer wieder Zeit kostet

Es geht nicht darum, dass der Assistent klüger werden müsste. Turn-by-Turn-Chat braucht jemanden, der ihn in Bewegung hält: die Antwort lesen, die nächste Anweisung festlegen, sie abschicken, von vorn. Selbst ein leistungsfähiges Modell wartet am Ende jeder Runde darauf, dass eine Person es weiterschickt, sodass die Aufmerksamkeit von Entwickler(inne)n an die Dauer einer Aufgabe gebunden bleibt, nicht an die Menge Arbeit, die tatsächlich von Hand nötig ist. Genau deshalb hat KI-Unterstützung bislang vor allem die Form der Arbeitszeit von Entwickler(inne)n verändert, statt ihnen einen echten Teil davon zurückzugeben.

Delegieren und ein geprüftes Ergebnis zurückbekommen

Mit /goal wird das gewünschte Ergebnis beschrieben, dann geht die Arbeit weiter. Niemand muss den Lauf beaufsichtigen: Die Arbeit läuft weiter, wird gegen die gestellte Anforderung geprüft und endet entweder erfolgreich oder meldet, was sich nicht lösen ließ. Am Ende steht ein fertiges Ergebnis und ein Nachweis dessen, was geprüft wurde – so, wie man auch bei einer Aufgabe nachfragt, die an eine Kollegin oder einen Kollegen delegiert wurde, statt bis zum Abschluss an der Konversation zu hängen.

Von einzelnen Prompts zu stehenden Zielen

Es genügt, die Aufgabe zu benennen und festzulegen, wie "erledigt" aussieht. GitLab übernimmt den Rest, bleibt aktiv und fokussiert, bis genau diese Ziellinie erreicht ist.

      /goal Fix the failing tests. Ensure CI is fully green and the fix is reviewed by Duo Developer.

    

GitLab arbeitet das Problem dann durch: Es nimmt Änderungen vor und führt Prüfungen aus, so oft wie nötig. Ein separates Modell gleicht diese Arbeit bei jedem Schritt mit dem formulierten Ziel ab und entscheidet, ob es wirklich erreicht ist oder eine weitere Iteration nötig ist, bis zu einem festgelegten Limit. Das ist der Unterschied zwischen einem Assistenten, der Fragen beantwortet, und einem, der eine Aufgabe bis zum Abschluss vorantreibt.

Automatisierung bleibt geregelt

Ein Ziel zu delegieren bedeutet aber nicht, die Übersicht zu verlieren. Ein /goal-Lauf lässt sich jederzeit stoppen, und bei geänderten Anforderungen lässt sich ein neues Ziel setzen, sodass eine laufende Session nie bis zum Ende durchlaufen muss, wenn sie vom Kurs abkommt.

  • Den Lauf jederzeit stoppen, wenn ein Eingreifen nötig ist.
  • Ein neues Ziel setzen und neu starten, falls sich Anforderungen geändert haben.
  • Prüfen, was der Verifier am Ende jeder Runde kontrolliert hat, um nachzuvollziehen, warum er sich für Weiterlaufen oder Stopp entschieden hat.

Genau diese Kombination (ein Agent, der autonom auf ein festgelegtes Ergebnis hinarbeitet, ohne dass eine beaufsichtigende Person an jedem Schritt hängen muss, während klare Punkte menschlicher Aufsicht erhalten bleiben) macht daraus einen Schritt in Richtung praxistaugliche Automatisierung statt einer bloßen Spielerei.

Erste Schritte

Der Slash-Befehl /goal steht ab jetzt im interaktiven Modus zur Verfügung. Aufruf:

      /goal <task>. <done when...>

    

Zum Beispiel:

      /goal Fix the failing tests in spec/models/user_spec.rb. Continue until all tests pass locally and CI is green.

    

/goal in Aktion, in dieser Demo:

Am Arbeitsort der Entwicklung ansetzen

Der Wert eines zielgetriebenen Flows hängt davon ab, über welche Oberflächen Entwickler(innen) ihn erreichen können. /goal startet zuerst in der CLI, weil ein Großteil dieser iterativen, praktischen Arbeit ohnehin im Terminal stattfindet, doch die zugrunde liegende Fähigkeit ist an keinen einzelnen Client gebunden. Entwickler(innen) sollen ein Ziel aus den Tools heraus delegieren können, die sie ohnehin nutzen, statt für diese Automatisierung in eine separate Oberfläche zu wechseln.

Ein GitLab Duo Slack-Agent kommt bald und lässt Entwickler(innen) direkt in Slack konversationell mit der GitLab Duo Agent Platform arbeiten. @GitLab in einem beliebigen Channel oder Thread erwähnen, um Fragen zur eigenen Codebasis zu stellen, einen Agent-Flow auszulösen oder aus der Konversation heraus ein GitLab-Issue zu erstellen, ganz ohne separates Tool, Tab oder Befehlssyntax. GitLab Duo spielt den eigenen Fortschritt in Echtzeit in den Thread zurück, sodass der gesamte Austausch (Anfrage, Arbeit und Ergebnis) dort bleibt, wo die Konversation ohnehin stattfindet.

Wiederkehrende Arbeit jetzt delegieren

/goal ist jetzt in GitLab Duo CLI verfügbar und markiert einen ersten Schritt dahin, die Entscheidungsgewalt über eine Aufgabe (einschließlich der Frage, wann ein Ziel erreicht ist und wann weitergemacht wird) aus einem einzelnen Client herauszulösen und in einen geregelten Workflow zu überführen, auf den jede GitLab-Oberfläche zugreifen kann. Sobald sich dieselbe Fähigkeit auf Slack ausweitet, werden die iterativen Korrekturen und Prüfungen, die Teams ohnehin von Hand durchführen, zu geregelten, zielgetriebenen Flows, ohne dass Entwickler(innen) den Ort wechseln müssen, an dem sie arbeiten.

Bereit, /goal auszuprobieren? Los geht's mit der Dokumentation zu den Slash-Befehlen von GitLab Duo CLI.

/goal setzt GitLab 19.3 oder neuer sowie GitLab Duo CLI 9.17.0 oder neuer voraus. Verfügbar auf GitLab.com, GitLab Self-Managed und GitLab Dedicated, auf den Stufen Premium und Ultimate.

/goal ist Teil von GitLab Duo Agent Platform, die dafür aktiviert sein muss, um diese und weitere agentische Fähigkeiten zu nutzen. Zugang gibt es über eine kostenlose Testversion von GitLab Duo Agent Platform. Im Free-Tier in wenigen einfachen Schritten anmelden.

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Dieser Blogbeitrag enthält "zukunftsgerichtete Aussagen" ("forward-looking statements") im Sinne von Section 27A des Securities Act of 1933 in seiner jeweils gültigen Fassung sowie Section 21E des Securities Exchange Act of 1934. Auch wenn die in diesen Aussagen zum Ausdruck gebrachten Erwartungen nach unserer Einschätzung angemessen sind, unterliegen sie bekannten und unbekannten Risiken, Unsicherheiten, Annahmen und weiteren Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich davon abweichen. Weitere Informationen zu diesen Risiken und weiteren Faktoren finden sich unter der Rubrik "Risk Factors" in unseren Einreichungen bei der SEC. Wir übernehmen keine Verpflichtung, diese Aussagen nach dem Datum dieses Blogbeitrags zu aktualisieren oder zu überarbeiten, außer soweit gesetzlich vorgeschrieben.

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