Veröffentlicht am: 16. Juli 2026
4 Minuten Lesezeit
Duo CLI ist mit GitLab 19.2 jetzt allgemein verfügbar – für Code, Pipelines und mehrstufige Arbeit direkt in der Shell.

Der Großteil der Arbeit bei der Software-Delivery findet nicht nur im Editor statt. Pipelines schlagen fehl. Tests brechen. Schwachstellen tauchen auf. Und ein großer Teil dieser Arbeit beginnt und endet an der Kommandozeile.
Agentische KI im Terminal, die nur Code versteht, hilft bei alldem nicht weiter. Ein eigenständiger Assistent kennt weder die Agents über den gesamten Software-Lifecycle hinweg, noch die Berechtigungen über die vielen Projekte einer Organisation, noch einen spezifischen Projektkontext, der in GitLab bereits eingerichtet ist.
Genau das ändert sich mit GitLab 19.2. GitLab Duo CLI ist jetzt allgemein verfügbar und bringt GitLab Duo Agentic Chat direkt ins Terminal. Anders als von außen angeflanschte Tools kennt es das jeweilige Projekt, die Pipelines und das Agent-Setup bereits. Es lässt sich interaktiv nutzen, während erkundet und gebaut wird, oder headless, wenn es in einem Job oder Skript laufen soll.
Dadurch bleiben Entwicklungsteams in der Shell, in der der Fehler aufgetreten ist, und die Arbeit setzt sich über Terminal, UI und Editor hinweg fort. Platform-Teams steuern den Rollout wie alles andere in GitLab, und agentische Unterstützung deckt endlich mehr vom Delivery-Lifecycle ab als nur „Schreib diese Funktion."
Agentische Tools reiften zuerst dort, wo Demos am besten aussehen: beim Bearbeiten von Dateien. Der Lifecycle nach dem Commit ist unübersichtlicher und operativer. Liegt der Fehler in einer Pipeline, einer Dependency oder einer CI-Konfiguration, steckt der Kontext in GitLab – nicht im Trainingsdatensatz eines Coding Agents oder im lokalen Kontext.
Teams, die diese Lücke mit generischen CLI-Assistenten schließen wollten, zahlten einen weiteren Preis: keine gemeinsame Admin-Kontrolle, keine auf die Plattform abgestimmte MCP-/Setup-Diagnose und kein einheitliches Identitätsmodell mit dem Rest des agentischen Software-Lifecycles. Agentische Arbeit im Terminal blieb so auf Coding beschränkt, statt im übrigen Delivery-Prozess zu unterstützen.
/doctor das eigene Setup prüfen und mit /mcp die MCP-Konfiguration einsehen.GitLab Duo CLI in Aktion:
Der einfachste Weg führt über die GitLab CLI: glab duo cli ausführen, und glab übernimmt die Authentifizierung. duo lässt sich auch als eigenständiges Tool mit einem Personal Access Token installieren und ausführen. Beide Varianten unterstützen dieselben Modi und Funktionen.
glab duo cli run --goal oder duo run --goal verwenden.Schlägt zum Beispiel eine Pipeline fehl, lässt sich direkt aus derselben Shell fragen:
$ glab duo cli
> Die Pipelines in MR 23 schlagen fehl. Bitte hilf mir, sie zu beheben.
Duo CLI analysiert die Lage, ermittelt die Fehlerursache und schlägt Änderungen vor, die sich vor dem Anwenden prüfen lassen. Beim Skalieren folgt es den eigenen Custom Instructions (chat-rules.md, AGENTS.md, SKILL.md), und interaktive Sessions lassen sich mit Custom Slash Commands erweitern.
Installation und Authentifizierung gelingen über die GitLab-Duo-CLI-Dokumentation – wer die GitLab CLI bereits nutzt, startet direkt mit glab duo cli.
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